Das Molekül, das 50 Jahre lang als Abfallprodukt galt, steckt jetzt im teuersten Gel des Pelotons. Wir haben nachgerechnet statt nacherzählt — und dabei drei Zahlen gefunden, die in keinem anderen Artikel zum Thema stehen.
Ein Laktat-Gel ist ein Sportgel, das neben Kohlenhydraten zusätzlich Laktat in Salzform enthält — meist als Natriumlaktat, Kaliumlaktat oder Calciumlaktat. Die Idee dahinter: Laktat wird über Monocarboxylat-Transporter (MCT-Transporter) aufgenommen und könnte damit einen dritten Aufnahmeweg neben Glukose (SGLT1) und Fruktose (GLUT5) öffnen.
Der Ansatz befindet sich in der Testphase. Die bekannten Produkte — ExoLactate, Enervit C2:1 Pro Lactate Gel Mix und Santamadre Lactate 60 — sind bisher überwiegend im Profibereich im Einsatz und nicht regulär im Handel. Kontrollierte Humanstudien zu exogenem Laktat existieren nur in einer Handvoll, und die methodisch beste fand bei realistischer Dosis keine Leistungsverbesserung.
Ein ExoLactate-Beutel enthält rund 40 g Kohlenhydrate und rund 5 g Laktat. Die Kohlenhydrate liefern rund 160 kcal, das Laktat rund 18 kcal. Im selben Beutel steckt neunmal so viel Energie in den Kohlenhydraten wie im Laktat. Die 40 Gramm sind der Motor. Die 5 Gramm sind die Diskussion.
Vom Feindbild zum Superfuel: der Laktat-Shuttle
Wer in den Achtzigern Sport studiert hat, hat gelernt: Laktat entsteht bei Sauerstoffmangel, säuert den Muskel an und ist der Grund, warum es im Intervall brennt. Zwei von drei Teilen dieser Aussage sind falsch.
Laktat entsteht auch unter vollständig aeroben Bedingungen fortlaufend. Es ist kein Notfallprodukt, sondern ein permanenter Bestandteil des Energiestoffwechsels. Und was im harten Intervall brennt, sind Wasserstoff-Ionen aus der ATP-Hydrolyse — nicht das Laktat. Das Laktat-Anion wirkt sogar leicht puffernd. Es wurde jahrzehntelang für etwas verantwortlich gemacht, das zeitgleich neben ihm entstand.
George Brooks von der University of California Berkeley hat diesen Irrtum in den 1980er-Jahren aufgelöst und den Begriff Laktat-Shuttle geprägt: Laktat wird zwischen Zellen, Geweben und Organen verschoben und dort verwertet, wo Energie gebraucht wird. Herz, Gehirn und oxidative Muskelfasern nehmen es auf, wandeln es mitochondrial zu Pyruvat um und speisen es in den Citratzyklus ein. Zusätzlich dient es als Substrat der Gluconeogenese in der Leber und als Signalmolekül.
Laktat-Shuttle
Transportform, keine Sackgasse
Was wirklich brennt
Wasserstoff-Ionen, nicht Laktat
SGLT1
Gesättigt bei rund 60 g/h
GLUT5
Fruktose, eigener Weg
MCT-Transporter
Der dritte Weg — hypothetisch
Das Gegenion
Laktat kommt nie allein
2024 kam ein weiteres Puzzleteil dazu. Leija und Kollegen zeigten in Nature Metabolism etwas Überraschendes: Nach einem oralen Glukose-Toleranz-Test stieg die Laktat-Konzentration im Blut vor der Glukose-Konzentration. Die Interpretation: Der Darm verstoffwechselt einen Teil der Glukose direkt zu Laktat, bevor sie überhaupt die Leber erreicht. Erst danach folgt eine zweite, grössere systemische Phase parallel zur hepatischen Glukose-Freisetzung.
Eine wichtige Präzisierung, weil sie in mehreren Artikeln zum Thema falsch wiedergegeben wird: Das war ein standardisierter Glukose-Toleranz-Test, keine normale Mahlzeit. Der Befund ist trotzdem stark — er zeigt, dass Laktat im Kohlenhydratstoffwechsel eine viel zentralere Rolle spielt als angenommen. Er zeigt aber nicht, dass zugeführtes Laktat leistungswirksam ist. Das sind zwei verschiedene Fragen.
Warum überhaupt ein dritter Transportweg?
Um zu verstehen, warum überhaupt jemand auf die Idee kommt, Laktat in ein Gel zu packen, muss man den Engpass kennen. Er sitzt nicht im Muskel, sondern im Darm.
Glukose und Glukose-Polymere wie Maltodextrin oder Highly Branched Cyclic Dextrin (HBCD) werden über den Transporter SGLT1 aufgenommen. Der ist bei rund 60 g pro Stunde gesättigt — mehr geht durch dieses Tor nicht, egal wie viel du isst. Alles darüber bleibt im Darm, zieht Wasser und wird zum Problem.
Der Ausweg ist seit Jahren bekannt und in jedem guten Wettkampfgel umgesetzt: Fruktose nutzt mit GLUT5 einen komplett eigenen Transporter. Kombiniert man beide im richtigen Verhältnis — Carb-Ratio 1:0.8 gilt als aktueller Standard — steigt die verwertbare Zufuhrrate auf 90 bis 120 g pro Stunde. Das ist keine Theorie, das ist die Grundlage moderner Wettkampfverpflegung.
Und genau hier setzt die Laktat-Idee an: Laktat wird über Monocarboxylat-Transporter aufgenommen, also über ein drittes, theoretisch unabhängiges System. Wenn zwei Tore die Zufuhr auf 120 g pro Stunde heben — was schafft dann ein drittes? Die Logik ist sauber. Die Frage ist nur, wie viel durch dieses dritte Tor überhaupt passt und ob am Ende Leistung dabei herauskommt.
Sättigung: rund 60 g pro Stunde
Status: vielfach quantifiziert, Grundlage jeder Verpflegungsstrategie
Sättigung: eigener, von SGLT1 unabhängiger Weg
Status: belegt, in Produkten umgesetzt
Zufuhrrate: 90 bis 120 g pro Stunde je nach Verhältnis und Trainingszustand des Darms
Standard: Carb-Ratio 1:0.8, bei sehr hohen Raten auch 2:1
Sättigung: für die orale Zufuhr beim Menschen nicht publiziert
Status: physiologisch plausibel, in seiner Leistungswirkung nicht belegt
Was ExoLactate ist — und was Enervit und Santamadre sind
ExoLactate stammt von From Lab to Field, dem Projekt des spanischen Sportphysiologen Aitor Viribay. Ein Beutel enthält nach Produktvorstellung rund 40 g Kohlenhydrate und rund 5 g Laktat. Die genannte Zieldosis liegt bei 10 bis 25 g Laktat pro Stunde. Das Produkt ist nicht frei im Handel, sondern befindet sich in einer Testphase mit Profi-Teams.
Die eigentliche technische Leistung liegt nicht in der Idee, sondern in der Formulierung: freies Laktat schmeckt salzig-mineralisch und ist in einer stabilen Gel-Matrix schwer unterzubringen. Genau daran sind frühere Ansätze gescheitert. Dass es hier gelungen ist, verdient Anerkennung — unabhängig davon, wie man den Wirkungsanspruch bewertet.
Was in der deutschsprachigen Berichterstattung fast durchgängig fehlt: ExoLactate ist nicht das einzige Produkt dieser Art. Es sind mindestens drei — und ausgerechnet das Team, das die Tour dominiert hat, fuhr ein anderes.
| Produkt | Hersteller | Form | Bemerkung |
|---|---|---|---|
| ExoLactate | From Lab to Field (Aitor Viribay) | Gel | 40 g Kohlenhydrate + 5 g Laktat, Testphase, an der Tour bei Lidl-Trek |
| C2:1 Pro Lactate Gel Mix | Enervit | Getränkepulver | mit George Brooks mitentwickelt, zwei Saisons getestet, von UAE eingesetzt |
| Lactate 60 | Santamadre | Gel | zweites spanisches Produkt derselben Welle |
| Behauptung | Quelle | Einordnung |
|---|---|---|
| Rund 8 % Leistungsverbesserung bei simulierten Bergetappen | Entwickler selbst | unpubliziert, sehr kleine Stichprobe, laut Beschreibung von wenigen Ausreissern getragen, keine erkennbare Kontrollgruppe |
| Ein WorldTour-Team sicherte sich die gesamte erste Produktionscharge | Medienbericht | unbestätigt |
| „Das beste und reinste Substrat für den Körper" | Entwickler-Zitat in der Presse | Marketing, keine überprüfbare Aussage |
Jetzt rechnen wir nach
Ab hier wird es interessant, weil ab hier kein anderer Artikel zum Thema mehr mitkommt. Drei Rechnungen, alle mit den öffentlich genannten Produktzahlen, alle nachvollziehbar. Sie verändern das Bild vollständig.
Die Energie-Bilanz: 18 kcal gegen 160 kcal
Laktat hat eine Energiedichte von rund 3,6 kcal pro Gramm. Kohlenhydrate liefern rund 4 kcal pro Gramm. Setzt man das in einen Beutel ein, entsteht ein Verhältnis, das die Erzählung vom „dritten Energiepfad" ziemlich schnell relativiert.
| Position | Wert |
|---|---|
| Energiedichte Laktat | rund 3,6 kcal/g |
| Laktat pro Gel (5 g) | rund 18 kcal |
| Kohlenhydrate pro Gel (40 g) | rund 160 kcal |
| Volle Zieldosis Laktat, 25 g/h | rund 90 kcal/h |
| Realer Verbrauch, harte Renneinheit | rund 900 bis 1300 kcal/h |
| Anteil Laktat am Bedarf | rund 7 bis 10 % |
Die Dosis geht nicht auf
Die zweite Rechnung ist die unbequemere. Der Hersteller nennt eine Zieldosis von 10 bis 25 g Laktat pro Stunde. Gleichzeitig enthält ein Beutel 5 g Laktat — und zwangsläufig 40 g Kohlenhydrate. Beide Zahlen stehen nebeneinander. Verknüpft werden sie nirgends.
Zieh den Regler hoch und schau, was passiert.
| Ziel Laktat/h | Gels nötig | Kohlenhydrate/h | Machbar? |
|---|---|---|---|
| 10 g | 2 | 80 g | ja |
| 15 g | 3 | 120 g | oberes Limit |
| 20 g | 4 | 160 g | nein |
| 25 g | 5 | 200 g | nein |
Die Salz-Frage
Die dritte Rechnung ist die, die in der Produktentwicklung vermutlich am meisten Nerven gekostet hat. Laktat kommt nicht als freie Säure ins Gel — Milchsäure wäre geschmacklich nicht zumutbar und als Laktatquelle unsinnig. Es kommt als Salz. Und jedes Salz bringt sein Gegenion mit.
Das Laktat-Anion hat eine molare Masse von 89,07 g/mol. 5 g Laktat entsprechen rund 0,056 mol. Rechnet man das auf die möglichen Salzformen um, entsteht folgendes Bild — als Modellrechnung mit offengelegter Annahme, nicht als Aussage über ein bestimmtes Produkt:
| Wenn vollständig als … | dann pro Gel zusätzlich | zum Vergleich |
|---|---|---|
| Natriumlaktat | rund 1,3 g Natrium | ein normales Wettkampfgel liefert rund 250 mg Natrium |
| Kaliumlaktat | rund 2,2 g Kalium | Kaliumzufuhr muss mitgerechnet werden |
| Calciumlaktat | rund 1,1 g Calcium | technisch anspruchsvoll im Gel, körniger Geschmack |
Was die Studien wirklich sagen
In der PubMed-Literatur existiert nur eine Handvoll Humanstudien zu exogenem Laktat. Diese Dünne ist selbst eine Aussage — bei einem Produkt, das mit klaren Prozentzahlen beworben wird, sollte mehr dastehen. Zwei Arbeiten aus dem Jahr 2024 sind relevant.
Bordoli et al. 2024 — keine Leistungsverbesserung bei 120 mg/kg
120 mg Laktat pro Kilogramm Körpergewicht oder Placebo, 70 Minuten vor einem Protokoll aus fünf Blöcken mit 1-km- und 4-km-Zeitfahren. Für 75 kg sind das rund 9 g Laktat — eine realistische, produktnahe Dosis.
- Keine Leistungsverbesserung
- Säure-Basen-Lage messbar verbessert: Bikarbonat und Strong Ion Difference gestiegen
- Anstrengungsempfinden signifikant gesenkt
- Gastrointestinale Nebenwirkungen beobachtet
Ewell et al. 2024 — winzige Dosis, gemischtes Ergebnis
Kommerzielles Laktat-Supplement, Dosis nur 19 mg/kg — für 75 kg rund 1,4 g Laktat.
- Kein Effekt auf VO2peak
- Kein Effekt auf die ventilatorische Schwelle
- Kein Effekt auf die Leistung an der Laktatschwelle
- +4 % Leistung im 20-Minuten-Zeitfahren
Diese Aussage findet sich in mehreren deutschsprachigen Artikeln, unter anderem in Beiträgen, die aktuell zu diesem Thema ganz oben ranken. In der PubMed-Literatur ist sie nicht auffindbar. Die eine publizierte Arbeit, die genau diese Dosis eingesetzt hat, ist Bordoli et al. 2024 — und die kam zum gegenteiligen Ergebnis. Wer diesen Satz weiterträgt, hat die Studie nicht gelesen, sondern die Zusammenfassung einer Zusammenfassung.
Die Puffer-These
Legt man beide Studien nebeneinander, fällt ein Muster auf, das in der übrigen Berichterstattung nirgends benannt wird:
Säure-Basen-Lage verändert sich → Anstrengungsempfinden sinkt → Leistung folgt nicht zuverlässig.
Das ist nicht die Signatur eines Brennstoffs. Ein Brennstoff wirkt dosisabhängig: mehr Substrat, mehr verfügbare Energie, länger durchhaltbare Leistung. Was hier zu sehen ist, ist die Signatur eines Puffers — und zwar exakt dieselbe, die man von Natriumbikarbonat kennt: messbare Verschiebung der Säure-Basen-Lage, gesenktes Anstrengungsempfinden, inkonsistente Leistungseffekte, gastrointestinale Nebenwirkungen.
Exogenes Laktat wirkt — wenn es wirkt — wahrscheinlich als milder alkalisierender Puffer und nicht als dritter Energiepfad.
Das würde erklären, warum die beobachteten Effekte klein, inkonsistent und weitgehend dosisunabhängig sind: Ewell fand mit 1,4 g einen Zeitfahr-Effekt, Bordoli mit der sechsfachen Menge keinen. Für einen Brennstoff wäre das unerklärlich. Für einen Puffer ist es das erwartete Bild.
Diese These ist nicht belegt. Sie ist die aus unserer Sicht plausibelste Lesart der vorhandenen Daten — und sie ist überprüfbar, sobald jemand exogenes Laktat direkt gegen Natriumbikarbonat testet. Diese Studie fehlt bis heute.
Eine kleine Ironie am Rand: Im Handel kursieren bereits Produkte unter dem Namen „Lactate Buffer", die gar kein Laktat enthalten, sondern Natriumcitrat oder Bikarbonat. Sie werden regelmässig mit Laktat-Gels in einen Topf geworfen. Falls die Puffer-These stimmt, wäre diese Verwechslung erstaunlich nah an der Wahrheit — nur eben aus dem falschen Grund.
Das eigentliche Problem: die Formulierung
Wer schon einmal Natriumlaktat pur probiert hat, weiss, warum dieses Produkt so lange auf sich warten liess. Freies Laktat schmeckt salzig-mineralisch bis leicht fermentiert — und es belastet bei höheren Dosen die Magen-Darm-Verträglichkeit. Ausgerechnet dort, wo Ausdauersportler ohnehin ihre grösste Schwachstelle haben.
| Form | Eigenschaften | Herausforderung |
|---|---|---|
| Natriumlaktat | gut löslich, liefert zusätzlich Natrium | salziger Geschmack, hohe Natriumlast bei alleiniger Nutzung |
| Kaliumlaktat | gut löslich, kann das Elektrolytprofil ausbalancieren | Kaliumzufuhr muss mitgerechnet werden |
| Calciumlaktat | meist Pulver, weniger salzige Note | mineralisch-körniger Geschmack, technisch anspruchsvoll im Gel |
| Milchsäure | Säuerungsmittel | erhöht die Säure im Geschmack deutlich, keine sinnvolle Laktatquelle |
Dazu kommt eine Grösse, die in der Diskussion völlig untergeht: die Osmolalität. Jedes gelöste Teilchen im Gel erhöht sie, und eine hohe Osmolalität verlangsamt die Magenentleerungsrate und zieht Wasser ins Darmlumen. Laktat-Salze zerfallen in Lösung in zwei Teilchen — Anion und Kation. Wer 5 g Laktat als Salz zusetzt, addiert osmotisch aktive Teilchen zu einer Matrix, die bereits 40 g Kohlenhydrate transportieren muss. Genau das ist der wahrscheinlichste Grund für die gastrointestinalen Nebenwirkungen bei Bordoli.
Für wen ist das relevant?
Ehrliche Antwort: für sehr wenige. Das Konzept ergibt dort Sinn, wo die stündliche Kohlenhydratzufuhr tatsächlich bereits ausgereizt ist — Langstrecken-Rennrad auf WorldTour-Niveau, Gravel-Langdistanz, Ultratriathlon, Ultratrail. Wer 120 g Kohlenhydrate pro Stunde sauber verträgt und trotzdem weiter nach oben will, hat ein echtes Problem, für das es bisher keine Lösung gibt. Für genau diese Gruppe ist der dritte Transportweg eine interessante Idee.
Für alle anderen bleibt die Basis unverändert: eine trainierte Kohlenhydratzufuhr aus Glukose und Fruktose im Verhältnis Carb-Ratio 1:0.8 bis 2:1, dazu Elektrolyte, dazu ein Darm, der das gelernt hat.
Und jetzt die unbequeme Wahrheit: Die meisten Amateure scheitern nicht am fehlenden dritten Transportweg. Sie scheitern daran, dass sie den zweiten nie ausgereizt haben. Wer mit 40 g Kohlenhydraten pro Stunde ins Rennen geht, hat kein Laktat-Problem. Er hat ein Kohlenhydrat-Problem. Und das kostet drei Franken statt sechs Euro pro Beutel.
Was heute schon funktioniert
Der zweite Transportweg ist bewiesen, quantifiziert, dosierbar — und kaufbar. Das ist der ganze Unterschied zwischen einer interessanten Hypothese und einer Verpflegungsstrategie, die im Rennen trägt.
| Kriterium | ExoLactate | TRI-CARB Energy Gel |
|---|---|---|
| Kohlenhydrate pro Beutel | 40 g | 40 g |
| Zusatz | + 5 g Laktat (Hypothese) | Carb-Ratio 1:0.8 (belegt) |
| Kohlenhydratquellen | nicht im Detail deklariert | Maltodextrin, Fruktose, Highly Branched Cyclic Dextrin |
| Transportwege | 2 belegt + 1 hypothetisch | 2 belegt, voll ausgereizt |
| Elektrolyte deklariert | Salzform nicht deklariert | 250 mg Natrium, 375 mg Chlorid |
| Doping-Kontrolle | nicht kommuniziert | chargenweise Informed-Sport geprüft |
| Verfügbarkeit | nicht im Handel | ab Lager Schweiz |
| Preis | unbekannt | 3,00 CHF pro Beutel |
Der zweite Transportweg, sauber ausgereizt
Das TRI-CARB Energy Gel arbeitet mit drei Kohlenhydratquellen im Verhältnis 1:0.8 und deklarierten Elektrolyten. Kein drittes Molekül, keine Hypothese — nur der Teil der Physiologie, der seit Jahren belegt ist, konsequent umgesetzt. Chargenweise Informed-Sport geprüft, ab Lager in der Schweiz, 3,00 CHF pro Beutel.
Wer seine Zufuhrrate erst noch aufbauen will, findet in der Race Fuel Kategorie die passende Kombination aus Gel, Getränk und Riegel. Und weil dieser Artikel gezeigt hat, dass die Natriumbilanz bei hohen Zufuhrraten kein Nebenschauplatz ist: Die Natrium- und Mineralstoffversorgung gehört in dieselbe Planung wie die Kohlenhydrate.
Das Fazit in einem Satz: Laktat-Gels sind physiologisch interessant, technisch beachtlich und bleiben vorerst eine Beobachtungsposition — sie sind kein Grund, eine funktionierende Verpflegungsstrategie umzuwerfen, und schon gar keiner, sie nicht endlich sauber aufzubauen.
Deine Zufuhrrate ist der eigentliche Hebel
60, 90 oder 120 g Kohlenhydrate pro Stunde — das entscheidet dein Rennen, nicht das neueste Molekül. Coach Claudio baut deine Verpflegung so auf, dass sie im Wettkampf hält.
→ TRI-CARB Energy Gel ansehenWhatsApp: +41 79 100 60 60
Häufige Fragen
- Bordoli C. et al.: Effects of Oral Lactate Supplementation on Acid-Base Balance and Prolonged High-Intensity Interval Cycling Performance. J Funct Morphol Kinesiol, 2024. doi.org/10.3390/jfmk9030139
- Ewell T.R. et al.: The Influence of Acute Oral Lactate Supplementation on Responses to Cycle Ergometer Exercise. Nutrients, 2024. doi.org/10.3390/nu16162624
- Leija R.G. et al.: Enteric and systemic postprandial lactate shuttle phases and dietary carbohydrate carbon flow in humans. Nature Metabolism, 2024. doi.org/10.1038/s42255-024-00993-1
- Brooks G.A.: The Science and Translation of Lactate Shuttle Theory. Cell Metabolism, 2018.
- Produktvorstellung From Lab to Field / ExoLactate, 2026 — Zusammensetzung und Zieldosis
- Cyclist: Lactate gels — what they are, how they work, which teams use them, Juli 2026
- TOUR Magazin: Laktat-Gels als neues Superfuel?, Juli 2026
- Outside / Velo: The Science of the New Lactate Fuel, Juni 2026
- In PubMed existiert nur eine Handvoll Humanstudien zu exogenem Laktat. Diese Dünne ist selbst ein Befund und wurde im Artikel entsprechend gewichtet.
Über 30 Jahre Praxis in Training, Wettkampf und Sporternährung · Rubigen bei Bern
sports-nutritions.com
Zuletzt aktualisiert: 29. Juli 2026