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ZINC BISGLYCINATE
DEMNÄCHST AUF LAGER
Das Apollo's Hegemony Zinc Bisglycinate ist ein Einzelmineral in Chelatform — Zink gebunden an zwei Glycin-Moleküle, die sicherste Art, das Spurenelement durch den Verdauungstrakt zu bringen. 30 mg Zink-Ionen pro Kapsel, vier Zutaten, kein gepuffertes Oxid-Gemisch. 120 Kapseln.
| 🛡️ Zink-Ionen 30 mg 300 % NRV pro Kapsel. Zink trägt zur normalen Funktion des Immunsystems und zum Schutz der Zellen vor oxidativem Stress bei. | 🔗 Zinkbisglycinat 108 mg Vollständig reagiertes Aminosäure-Chelat. Stabiler Ringkomplex, unempfindlich gegen Phytate aus pflanzlicher Kost. |
| 🧪 27,8 % Zinkanteil — die Rechnung stimmt Exakt der Wert eines echten Bisglycinat-Monohydrats. Kein billiges Zinkoxid untergemischt. | 📦 4 Zutaten · 120 Portionen Reisstärke, Zinkbisglycinat, Magnesiumstearat, Siliciumdioxid. Vegetarische Kapsel, laborgeprüft. |
Ein Bisglycinat ist kein Salz, sondern ein Chelat: Glycin — die kleinste proteinogene Aminosäure — bindet das Zink-Ion gleich zweifach, über eine kovalente und eine koordinative Bindung. Daraus entsteht eine geschlossene Ringstruktur, in der das Zink eingeschlossen sitzt statt frei als Ion vorzuliegen.
Das hat drei praktische Folgen. Der Komplex bleibt im pH-Bereich 2 bis 6 stabil, überlebt also den Magen als Einheit. Sein Molekulargewicht liegt unter 1000 Dalton — klein genug für den Transport über Aminosäure-Wege. Und weil das Ion gebunden ist, steht es Nahrungsbestandteilen wie Phytat oder konkurrierenden Mineralien weniger als Angriffsfläche zur Verfügung als ein freies Zink-Ion aus Sulfat oder Oxid.
Die belastbarste Aussage zuerst: In der Doppelisotopen-Studie von Wegmüller et al. (2014) wurde Zinkoxid signifikant schlechter absorbiert als Citrat und Gluconat — das ist der methodisch sauberste Formvergleich, den es beim Zink gibt. Citrat und Gluconat lagen dabei gleichauf.
Für das Bisglycinat liefert Gandia et al. (2007) die Referenz: ein randomisiertes Crossover-Design mit 15 mg elementarem Zink, in dem Serum-Cmax und AUC nach Bisglycinat signifikant höher lagen als nach Gluconat. Die Autoren beziffern die relative Bioverfügbarkeit auf +43,4 %. DiSilvestro (2008) ordnete Glycinat in derselben Richtung vor Gluconat, Picolinat und Oxid ein.
Ehrlich eingeordnet: Beides sind kleine Studien, Gandia mit zwölf Probandinnen und Einzeldosis. Der Vorsprung gegenüber Citrat und Gluconat ist real, aber moderat — der grosse Unterschied liegt zwischen Chelat und Oxid. In-vitro-Verdauungsmodelle zeigen zusätzlich, dass Zinksulfat schon ab einem molaren Phytat-Verhältnis von 2:100 gehemmt wird, Bisglycinat erst ab 4:100.
Zink ist an mehr Enzymreaktionen beteiligt als jedes andere Spurenelement und wird im Körper nicht nennenswert gespeichert — die Zufuhr muss laufend stimmen. Zugelassene Aussagen nach EU-Register: Zink trägt zu einer normalen Funktion des Immunsystems bei, zum Schutz der Zellen vor oxidativem Stress, zur Erhaltung normaler Haut, Haare und Nägel, zum normalen Stoffwechsel von Makronährstoffen, zur normalen DNA-Synthese und Zellteilung sowie zur Aufrechterhaltung eines normalen Testosteronspiegels im Blut.
Für Trainierende ist vor allem der letzte Punkt plus der Umstand relevant, dass Zink über Schweiss verloren geht. Wer hart und häufig trainiert, hat einen messbar anderen Umsatz als der Durchschnitt — genau die Gruppe, für die ein Einzelmineral in dieser Grössenordnung überhaupt Sinn ergibt.
Die Zutatenliste lautet vollständig: Reisstärke, Zinkbisglycinat, Magnesiumstearat, kolloidales Siliciumdioxid. Ein Trägerstoff, der Wirkstoff, zwei Fliessmittel — mehr nicht. Keine Farbstoffe, keine Füllstoff-Kaskade, keine Vitamin-Deko zur Etikettenverlängerung.
Der aufschlussreichste Wert steht nicht in der Zutatenliste, sondern ergibt sich aus dem Panel: 30 mg Zink aus 108 mg Chelat sind 27,8 % Zinkanteil. Reines Zinkbisglycinat-Monohydrat liegt rechnerisch bei 28,2 %. Das passt. Bei sogenannten gepufferten Chelaten — Mischungen aus Chelat und billigem Zinkoxid, die trotzdem als Bisglycinat vermarktet werden — liegt der Wert deutlich höher, weil Oxid rund 80 % Zink enthält. Diese Formel ist rechnerisch sauber.
| Zinkform | Bindung | Aufnahme | Magen nüchtern | Studienlage |
|---|---|---|---|---|
| Bisglycinat | Chelat · 2 × Glycin | ✓ Hoch | ✓ Gut verträglich | Gandia 2007, DiSilvestro 2008 |
| Citrat | Organisches Salz | ✓ Gut | Meist unauffällig | Wegmüller 2014, solide |
| Gluconat | Organisches Salz | ✓ Gut | Meist unauffällig | Wegmüller 2014, solide |
| Picolinat | Chelat · Picolinsäure | Uneinheitlich | Meist unauffällig | Widersprüchlich, nie repliziert |
| Sulfat | Anorganisches Salz | ✓ Gut löslich | ✗ Häufig reizend | Phytat-anfällig ab 2:100 |
| Oxid | Anorganisch | ✗ Niedrig, pH-abhängig | ✗ Wenig zuverlässig | Wegmüller 2014, klar unterlegen |
